Warum Backen glücklich macht und wir es viel zu selten tun

Vor einiger Zeit habe ich Artikel gelesen, der behauptet, dass Backen glücklich macht. Und dabei ist diese Behauptung nicht nur eine vage Idee, sondern eine wissenschaftlich fundierte Tatsache.

Nun ja, dass Backen glücklich macht, hätte ich dir aus eigener Erfahrung auch sagen können. Aber wissenschaftlich fundierte Beweise schaden ja nicht. Also, warum ist das so? Warum macht Backen glücklich? Und nicht nur kurzfristig als Momentaufnahme, sondern wirklich tief, so dass wir uns immer wieder daran versuchen, ob wir es nun beherrschen oder nicht.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es immer die Kleinigkeiten sind, die uns am glücklichsten machen? Die goldenen Sonnenstrahlen im Herbst, Kekse essen, ein ehrliches Gespräch mit einem vertrauten Menschen, durchs Zimmer tanzen, ein flauschiges Tier streicheln – da sitzen und schauen. Ich glaube es liegt daran, weil all diese Kleinigkeiten so eng mit dem verbunden sind, was wir als Menschen im Kern wirklich sind: Freude, Ruhe, Begeisterung, Hoffnung und vor allem: Liebe.

Backen ist wie eine Sprache der Liebe. Kuchen – das Ergebnis von Backen – bringt Menschen immer zusammen. Menschen, die etwas feiern, einander beglückwünschen oder ermutigen. Egal, welcher Anlass es ist, wenn Kuchen im Spiel ist, ist es immer ein freudiger, verbindender Anlass.

Backen ist außerdem eine kreative Tätigkeit. Ein schöpferischer Prozess. Alles, was wir mit den Händen erschaffen, sei es einen Kuchen backen, Tulpen pflanzen oder Wände streichen, spiegelt unser wahres Sein wider. Wir sind Schöpfer. Wir erschaffen die Welt um uns herum. Sowohl die materielle, greifbare Welt, die wir anfassen und benutzen können, als auch unsere eigene innere Welt. Unsere Einstellungen, unsere Heransgehensweise an das Leben, unser Verhalten in schwierigen Situationen. Wir formen durch unseren Verstand, unsere Seele und mit Hilfe unseres Körpers die Welt. Was du erschaffst, zeigt wer du bist und woran du glaubst. Deine Kreationen sind Ausdruck dessen, was du der Welt geben willst.

Ich glaube, etwas mit den Händen zu erschaffen befreit, tröstet, ermutigt, erdet, verbindet und erfreut. Nichts bringt uns so mit uns selbst und der Welt um uns herum in Einklang als etwas zu kreieren. Wir sind dazu geboren. Und einige mögen jetzt vielleicht denken, dass sie nicht kreativ sein oder dass sie kein Talent hätten, usw. – aber das ist nicht wahr. Jeder von uns hat einen Kanal, so wie ich es nenne. Eine Tätigkeit, die er beherrscht, genießt oder gerne macht. Die kann noch so klein oder unbedeutend erscheinen, aber sie ist da. Einige reparieren gerne Rasenmäher, oder sie basteln im Keller ein Regal für ihr Werkzeug. Andere schreiben gerne, kochen oder legen Gärten an. Die Liste kann unendlich fortgesetzt werden und sie ist so vielfältig wie wir.

Das Wort kreativ schüchtert viele von uns ein. Kreativ bzw. kreieren stammt vom lateinischen Wort creare und bedeutet nichts anderes als erschaffen, ins Leben rufen und hervorbringen. Es bedeutet nicht künstlerisch begabt zu sein. Du musst kein Musikinstrument beherrschen oder ein begnadeter Maler sein. Du bist, ob du es glaubst oder nicht, kreativ – ein Schöpfer. Einfach, weil du ein Mensch bist.

Es lohnt sich etwas mit den Händen zu tun. Etwas zu kreieren, ohne sich dabei unter Druck setzen zu lassen, ob es gut genug ist oder ob es perfekt ist – was andere davon halten. Das einzige worauf wir unseren Fokus legen sollten ist der Prozess an sich und nicht das Ergebnis. Wenn das Ergebnis toll ist, dann freuen wir uns. Wenn es uns nicht gefällt, dann stehen auf und probieren es nochmal. Es ist so einfach.

Einer meiner Kanäle ist das Backen. Es war schon immer so, schon als ich ein Kind war. Es macht mich glücklich. Dieser Kanal ist bei mir bis heute geöffnet. Eine zeitlang dachte ich, ich hätte ihn verloren und es machte mich sehr traurig. So als würde man einen guten Freund verlieren. Doch ich merkte er war nicht verloren – er war nur verschüttet. Und als ich nach einiger Zeit wieder einen Funken Leben in ihm spürte, begann ich die Trümmer wegzuräumen. Und siehe da, alles war noch da. Nichts war verloren gegangen. Es leuchtete heller und klarer als jemals zuvor. Wir sollten uns nicht von Perfektionismus oder Zeitmangel davon abhalten lassen etwas zu tun, was uns Freude macht und uns niemals von unserer Angst zurückhalten lassen, dem zu folgen, was aus den Tiefen unseres Seins nach uns ruft.

Ich selbst bin kreativ. Ich bin ein Schöpfer – durch und durch. Und ich will andere dazu inspirieren selber zu kreieren. Vielleicht erleichtern die Backmischungen von The Boxwood Baking Co. deinen schöpferischen Prozess, indem sie den Druck der Perfektion rausnehmen und den zeitlichen Aufwand, der uns oft davon abhält, schöpferisch tätig zu sein. Ich wünsche dir, dass du das Glück und die Zufriedenheit erfährst, die man empfindet, wenn man etwas vor sich sieht, das man selbst erschaffen hat und was vorher nicht da war. Es gibt nichts Vergleichbares.

—Gina

P.S.: Die wissenschaftlich fundierte Variante, warum Backen glücklich macht, findest du hier. Der Artikel ist zauberhaft!